Posts Tagged 'Antidepressivum'

Tritt ein in das Universum von Faked Wars und folge der Spur einer längst vergessenen Welt. Erforsche auf einer geschätzten Fläche von etlichen Quadratmetern einmalig schrulligen Firlefanz: Dich erwarten Faked Stars wie die Toystorytussi, der glorreiche Herr, Maria & Pfarrer, der Fozenhund, Clonemann und das Paradies. Nimm mit, was dich mitnimmt! Triff auf Kriege, die die Welt noch braucht. Bring Leben in dein Leben!
Faked Wars macht’s möglich!
Faked Wars lügt nicht!
Faked Wars bringt dich auf Kurs!
Faked Wars bleibt sich treu!
Faked Wars sprengt die Grenzen des schlechten Geschmacks!
Faked Wars: Ein Label, das alles verspricht und viel auf sich hält.

27.-29.1.2012 Rudolf-Leonhard-Straße 34, Dresden

27.1. ab 20 Uhr schillernde Eröffnungs-Tombola. Du kannst nur gewinnen!
28.1.* ab 19 Uhr phänomenale Versteigerung. Mit 9 Cent bist du dabei!
29.1.* gnadenloser Schlussverkauf. Alles muss raus für 99 Cent!

* täglich geöffnet von 10 bis 24 Uhr.
Im Rahmen der Examensausstellung von Robert Hausmann.

Die FAKEDWARS-Fanseite auf FACEBOOK: https://www.facebook.com/pages/Faked-Wars/304373229599000 Wer hier auf „Gefällt mir“ klickt, bekommt zur großen Eröffnungs-Tombola ein Gratisgeschenk.

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Processing-Workshop zum BuKo12 Part06

Im Rahmen der Tagungsreihe zum Bundeskongress der Kunstpädagogik 2010-2012 (BuKo12) fand gestern und vorgestern der Part06 „Kunst und aktuelle Medienkultur in der Schule“ in Dresden statt. „Die Fachtagung dient der Präsentation und Reflexion der Prozesse und Ergebnisse von “kiss” durch die Beteiligten und zugleich der Fortbildung von Kunstlehrerinnen und Kunstlehrern. Die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sollen anschließend als Multiplikatoren wirken, indem sie die vorgestellten Konzepte in ihre Unterrichtspraxen übertragen und Kolleginnen und Kollegen infizieren.“ Kiss-Stipendiaten gaben Workshops für Lehrerende, Referendare, Studierende oder Interessierte, in denen sie ihre Unterrichtsideen- und -projekte präsentierten.

Recycling als Prinzip
Im Workshop 1 processing. recycling und kunstunterricht 2.0 (Leitung: Robert Hausmann und Matthias Laabs) wurde das Projekt Processing2010 vorgestellt, anhand zahlreicher Inputs wie erweiterte Übungen und Experimente aus dem Projekt oder Exkursen in die aktuelle Kunst, Medien-, Jugend- und Alltagskultur. Aufgegriffen und diskutiert wurde dabei die Notwendigkeit der Arbeit mit den Neuen Medien (Social Media des Web 2.0 wie Blog oder Twitter) im Kunstunterricht. Zum Tragen kamen aber auch die für das Projekt relevanten Begriffe Processing, d.h. die Verarbeitung von Daten und Codes in physischen und virtuellen Räumen, Recycling und Cultural Hacking. So muss Recycling, im Sinne von Wiederverwertung, als ein generelles kunstpädagogisches Prinzip gedacht werden. Denn Neues wird nicht aus dem Nichts geschaffen, es besteht „[…] immer aus Altem, aus Zitaten, Verweisen auf die Tradition, Modifikationen und Interpretationen des bereits Vorhandenen.“ (Boris Groys: Über das Neue. Versuch einer Kulturökonomie. München 1992, S. 67) Cultural Hacking kann dafür Methoden liefern und die Produktion neuer Lesarten z.B. im Kunstunterricht anregen.

Überforderung nervt!? „Didaktische Multiplikation“ statt Reduktion
Die TeilnehmerInnen des Workshops wurden wie die SchülerInnen des Projekts in eine Situation der Überforderung versetzt. Dahinter steht folgendes Prinzip: Durch Überfrachtung mit Informationen in praktischen und theoretischen Inputs (Übungen, Experimente, Materialerprobungen, Vorstellungen und Vorträge…) und dem Aufzeigen zahlreicher Beispiele aus Kunst, Medien und Alltag als Zeichen der Pluralität und Komplexität eines Themas wird bei jedem Einzelnen je nach Vorbildung eine Filterung initiiert und dadurch auch eine Ideenfindung in Gang gesetzt. Durch dieses Überangebot wird jede/r mit dem eigenen Wissen und Nichtwissen konfrontiert. Das stachelt an. Und darin liegen produktive Anreize.

Was bleibt?

Die Inputs des Workshops wollten Anstöße für Ideen und Gedanken in Bezug auf Schule und Unterricht liefern. Die ersten Outputs wurden über den Processing-Twitteraccount auf einer Twitterwall gesammelt und am Ende der Tagung in drei Minuten vorgestellt. Darunter folgendes:

… Wir sind gespannt, was daraus wird.

In drei Minuten

Die 7. Flurgespräche unter dem Titel »Hallo Welt!« waren mit ihrem neuartigen Gesprächsdesign ein voller Erfolg. Nach der Vorstellung des Projekts »ZwischenPunktMenschen« durch Alrun Krauß war das Publikum gefragt, in drei Minuten eigene Beiträge zu liefern. Es wurden kurze Videoclips gezeigt, Tagebucheinträge des Jahres 1986 über Tschernobyl und seine Auswirkungen vorgetragen, die Anwendung eines Nikotinpflasters gezeigt, performativ interagiert und dabei der Flur unter Wasser gesetzt, Sammelfiguren vorgestellt, 46 Musikstücke in drei Minuten abgespielt oder die große Pro-Anti-Welle aktueller politischer/ökologischer/wirtschaftlicher Strömungen in einer drei-minütigen Aufzählung gefoppt. Die Mischung zwischen Spaß und Ernst war kennzeichnend.

»Nehmen Sie an, die Sintflut fällt unter Blitz und Donner vom Himmel auf Ihr Blätterdach, dann können Sie, wenn sich das Unwetter überhaupt überstehen lässt, es besser überstehen, wenn Sie ein Lied für den Wettergott rezitieren. Es ist nicht wichtig, dass Sie selber Wetter machen können, – auch die modernen Techniken reichen noch nicht ganz bis dorthin -, sondern dass Sie eine Technik kennen, bei schlechtem Wetter in Form zu bleiben; es muss in Ihrer Kompetenz liegen, auch dann etwas zu tun, wenn man ansonsten nichts tun kann. Nur wer weiß, was man tut, wenn nichts zu machen ist, verfügt über hinreichend effiziente weiterlaufende Lebensspiele, die ihm dabei helfen, nicht in auflösende Panik oder seelentötende Starre zu verfallen. Gekonntes Nichtkönnen stiftet eine Art Leerlaufverhalten oder einen Parallelprozess, in dem das Leben auch in Gegenwart des Ohnmächtigmachenden weitergehen kann.« (Peter Sloterdijk, Sven Voelker: DER WELT ÜBER DIE STRAßE HELFEN. Designstudien im Anschluss an eine philosophische Überlegung. München 2010, S. 13.)

»DER WELT ÜBER DIE STRAßE HELFEN«. Dieser Satz impliziert ein Provisorium, etwas Gebautes, etwas Hinkendes, er steht für Kreativität (im ursprünglichen Sinn, als die Schaffung von etwas Neuem aus etwas Altem, nicht das heute häufig missbrauchte Wort für ›hübsche‹ Tonklumpen oder Sparkassen-Vorraum-Kunst u.a.), er ist eine Ironie und in gewisser Weise sarkastisch. Ein Witz für den Fortschritt. Jede/Jeder kann der Welt über die Straße helfen. So könnte der Titel dieses Buches aber auch zum Slogan avancieren oder mutieren. Ein wunderbarer Titel. Stellen wir ihn uns in einer Werbung vor, für das ultimativ Neue oder Andere, für eine Entscheidung, ein Produkt, für Protest, eine Technik oder Technologie, für einen ökologischen/ökonomischen/politischen oder sozialen Fortschritt oder eine Veränderung: »Heute haben wir der Welt aber wieder über die Straße geholfen«, könnte es dann heißen.
Und deshalb bewegen sich diese Worte zwischen Sinn und Unsinn. Sie machen den Unsinn erst produktiv. Denn dieser Un-Sinn, das im ersten Moment Unbegreifliche, Verwirrende, wird einem Sinn zugeführt und vielleicht von einem anderen Punkt als zuvor betrachtet. Genauso verhält es sich mit dem Nichtkönnen, wie es Sloterdijk beschreibt: »Nur wer weiß, was man tut, wenn nichts zu machen ist, verfügt über hinreichend effiziente weiterlaufende Lebensspiele […]«.
Hallo Welt! Lass dir von uns über die Straße helfen.

Fotos der Flurgespräche auf Flickr.
www.flurgespraeche.wordpress.com

upcoming: Flurgespräche 7

Für die kommenden Flurgespräche ist ein neues Gesprächsdesign geplant. Ein Experiment, auf das wir gespannt sein dürfen.

Hallo Welt! – Ob Lehrender oder Studierender: Wir brauchen eure Produktionen in genau 3 Minuten. Denkt laut, steht auf, provoziert, stoßt an, redet, zeigt etwas, fragt, regt euch auf, klagt an, lobt oder macht irgendetwas. Alle Medien sind möglich. Wir bieten: einen Tisch, einen Stuhl, etwas Technik und ein Publikum.
Auftakt: Projektvorstellung »Zwischen Menschen« von Alrun Krauß mit dem Kurzfilm »Zwischen Menschen. Über Wendungen einer Idee«


10. Mai um 18.30 Uhr im Flur der August-Bebel-Straße 20

(Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden)

Informelle Anmeldungen für Beiträge (Name/E-Mail/Medien) über den Briefkasten des Offenen Bücherregals oder per E-Mail.
www.flurgespraeche.wordpress.com

Kontakt: flurgespraeche@gmail.com

Taggen lässt sich »Hallo Welt!« großartig, wie sich oben unschwer erkennen lässt. Und vielen Usern ist »Hello World!« von der Ersteinrichtung eines Blogs bekannt. Damit verknüpft ist die Hallo-Welt-Thematik auch in der Programmiersprache wiederzufinden: »Ein Hallo-Welt-Programm ist ein kleines Computerprogramm und soll auf möglichst einfache Weise zeigen, welche Anweisungen oder Bestandteile für ein vollständiges Programm in einer Programmiersprache benötigt werden und somit einen ersten Einblick in die Syntax geben. Aufgabe des Programms ist, den Text Hallo Welt! oder auf Englisch Hello World! auszugeben. Wegen der einfachen Aufgabenstellung eignen sich solche Programme insbesondere für didaktische Zwecke.«
(http://de.wikipedia.org/wiki/Hallo-Welt-Programm)

Menschen und wachsende Komplexität

Wanted: Überforderung! Prof. Dr. Peter Kruse spricht über komplexe Systeme und die Wege wie Menschen mit ihnen umgehen: Intuition anstatt simplify your life, Musterbildungen, über das ständige up to date sein und über die Notwendigkeit sich selbst mit der Welt zu vernetzen.

»No Life« gleich real life?

Was ist das volle Leben? »No Life«, ein Kurzfilm von Francis Grosjean (Frankreich 2008), zeichnet ein krasses Bild von Kommunikation, Vernetzung, Realität und Überforderung. Das Netzwerk als Ganzes ist wohl unerlässliches Mittel um zu überleben. Wo, warum, wann und auf welche Art finden Brüche statt? Die/Der Handelnde selbst setzt und steuert Verlinkungen mehr oder weniger bewusst und verortet sich damit in neue Gefüge des sozialen, multimedialen und interaktiven Raumes.

Ketchupoper, nudedating, und wie man eine Mikrowelle als Lampe nutzt.

Die Künstler David Bestué und Marc Vives (Biennale Venedig 2009) durchspielen in ihren »Acciones« sinnlose Handlungen. Dabei gehen Akteur und Material eine untrennbare Verbindung ein. Die Logik wird dem Betrachter/der Betrachterin beim ersten Hinsehen nicht bewusst. Logik? Beginnendes Lachen. Die Frage nach der Dummheit und dem bored-with-life-Syndrom. Darf eine Nachahmung stattfinden?

Nun gut, sinnlos wäre wohl auch die Antwort hierauf. Durchnummerierte Handlungen, die jeweils einzeln betitelt sind, werden collagiert, laufen im Wechsel und parallel zueinander. Dadurch entsteht eine Abfolge nicht aufeinander bezogener Aktionen. Brüche sind klar gewollt, werden initiiert. Die Verwendung von Material und Körper wird surreal, verfremdet – auf anderen Ebenen, entgegen Konnotationen, neu geordnet. Eine scheinbare Sinnlosigkeit ist gerade deswegen vorprogrammiert. Erinnerungen an den »Lauf der Dinge« von Fischli und Weiß könnten geweckt werden.

Die »Acciones« bieten dem Betrachter/der Betrachterin völlig neue Lösungen alltäglicher Probleme an, oder lassen zumindest ein Quantum eigener Reflektion zu. Abwaschen kann ich auch durch die gesamte Küche. Und das Licht der Mikrowelle gibt eine gute Leselampe ab. Nicht? Die bewusste, inszenierte Durchführung anscheinender Unalltäglichkeiten assoziiert die Idee einer Bedienungsanleitung – ins Lächerliche verrückt. Dingbegeistert. Ein Tutorium für die, deren Käsebrötchen in der Manteltasche weiterbackt, für unterwegs.


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