Archive for the 'Flurgespräche' Category

Die 10. Flurgespräche

Die Flurgespräche feiern die „10“. Zu Gast ist diesmal Jun.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Rainer Noennig vom Center for Knowledge Architecture der TU Dresden. Architektur verfügt über griffige Modelle und Denkweisen, mit denen Probleme nicht nur architektonischer Art bearbeitet und gelöst werden können. 3D Verräumlichung, Modellierung und Materialisierung eröffnen neue Perspektiven und Zugänge auf komplexe Aufgabenstellungen – und oft überraschend einfache Lösungen.

Jörg Rainer Noennig ist ausgebildeter Architekt und seit 2009 Juniorprofessor für Wissensarchitektur an der TU Dresden. Er hat in Weimar, Krakow und Tokyo studiert und mehrere Jahre in Japan gearbeitet.

Datum: 2.11.2011 um 18.30 Uhr
Ort: August-Bebel-Straße 20 (Institut für Kunst- und Musikwissenschaft TU Dresden)

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Flurgespräche 9

Call for Ideas!

Unter dem Titel »Transitraum. 1 Tag – 1 Ort – 1 Aktion« finden die 9. FLURGESPRÄCHE vom 4. – 8. Juli 2011 täglich von 10-15 Uhr statt. Dafür wird auf der Wiese vor der ABS 20 ein Raum aufgebaut. Täglich wechselnd soll dieser Raum von Montag bis Freitag bespielt werden. Die FLURGESPRÄCHE wollen damit zu einer Aufwertung des Uni-Standortes ABS20 beitragen und Anstöße für zukünftige Projekte an diesem Standort liefern.

Studierende und Lehrende sind aufgerufen, sich mit einem Konzept zu bewerben, das sie einen Tag lang in diesem Raum umsetzen wollen. Alles kann zum Anlass genommen werden! Der Raum bildet lediglich den Rahmen.
Bewerbungen bitte mit drei Sätzen zum Konzept bis zum 28. Juni an flurgespraeche@gmail.com. Bei mehr als 5 Bewerbungen entscheidet das FLURGESPRÄCHE-Team.

Der Raum hat eine Größe von 2 x 4m. Er besitzt kein Dach. Die Wände haben eine Höhe von 1,8m und bestehen aus einem Holzgerüst, das von innen fast vollständig verglast und somit transparent ist.

Termin: 4.-8.07.2011 täglich von 10 bis 15 Uhr
Wiese vor der August-Bebel-Straße 20, Dresden
Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, TU Dresden

Flurgespräche 8

In drei Minuten

Die 7. Flurgespräche unter dem Titel »Hallo Welt!« waren mit ihrem neuartigen Gesprächsdesign ein voller Erfolg. Nach der Vorstellung des Projekts »ZwischenPunktMenschen« durch Alrun Krauß war das Publikum gefragt, in drei Minuten eigene Beiträge zu liefern. Es wurden kurze Videoclips gezeigt, Tagebucheinträge des Jahres 1986 über Tschernobyl und seine Auswirkungen vorgetragen, die Anwendung eines Nikotinpflasters gezeigt, performativ interagiert und dabei der Flur unter Wasser gesetzt, Sammelfiguren vorgestellt, 46 Musikstücke in drei Minuten abgespielt oder die große Pro-Anti-Welle aktueller politischer/ökologischer/wirtschaftlicher Strömungen in einer drei-minütigen Aufzählung gefoppt. Die Mischung zwischen Spaß und Ernst war kennzeichnend.

»Nehmen Sie an, die Sintflut fällt unter Blitz und Donner vom Himmel auf Ihr Blätterdach, dann können Sie, wenn sich das Unwetter überhaupt überstehen lässt, es besser überstehen, wenn Sie ein Lied für den Wettergott rezitieren. Es ist nicht wichtig, dass Sie selber Wetter machen können, – auch die modernen Techniken reichen noch nicht ganz bis dorthin -, sondern dass Sie eine Technik kennen, bei schlechtem Wetter in Form zu bleiben; es muss in Ihrer Kompetenz liegen, auch dann etwas zu tun, wenn man ansonsten nichts tun kann. Nur wer weiß, was man tut, wenn nichts zu machen ist, verfügt über hinreichend effiziente weiterlaufende Lebensspiele, die ihm dabei helfen, nicht in auflösende Panik oder seelentötende Starre zu verfallen. Gekonntes Nichtkönnen stiftet eine Art Leerlaufverhalten oder einen Parallelprozess, in dem das Leben auch in Gegenwart des Ohnmächtigmachenden weitergehen kann.« (Peter Sloterdijk, Sven Voelker: DER WELT ÜBER DIE STRAßE HELFEN. Designstudien im Anschluss an eine philosophische Überlegung. München 2010, S. 13.)

»DER WELT ÜBER DIE STRAßE HELFEN«. Dieser Satz impliziert ein Provisorium, etwas Gebautes, etwas Hinkendes, er steht für Kreativität (im ursprünglichen Sinn, als die Schaffung von etwas Neuem aus etwas Altem, nicht das heute häufig missbrauchte Wort für ›hübsche‹ Tonklumpen oder Sparkassen-Vorraum-Kunst u.a.), er ist eine Ironie und in gewisser Weise sarkastisch. Ein Witz für den Fortschritt. Jede/Jeder kann der Welt über die Straße helfen. So könnte der Titel dieses Buches aber auch zum Slogan avancieren oder mutieren. Ein wunderbarer Titel. Stellen wir ihn uns in einer Werbung vor, für das ultimativ Neue oder Andere, für eine Entscheidung, ein Produkt, für Protest, eine Technik oder Technologie, für einen ökologischen/ökonomischen/politischen oder sozialen Fortschritt oder eine Veränderung: »Heute haben wir der Welt aber wieder über die Straße geholfen«, könnte es dann heißen.
Und deshalb bewegen sich diese Worte zwischen Sinn und Unsinn. Sie machen den Unsinn erst produktiv. Denn dieser Un-Sinn, das im ersten Moment Unbegreifliche, Verwirrende, wird einem Sinn zugeführt und vielleicht von einem anderen Punkt als zuvor betrachtet. Genauso verhält es sich mit dem Nichtkönnen, wie es Sloterdijk beschreibt: »Nur wer weiß, was man tut, wenn nichts zu machen ist, verfügt über hinreichend effiziente weiterlaufende Lebensspiele […]«.
Hallo Welt! Lass dir von uns über die Straße helfen.

Fotos der Flurgespräche auf Flickr.
www.flurgespraeche.wordpress.com

upcoming: Flurgespräche 7

Für die kommenden Flurgespräche ist ein neues Gesprächsdesign geplant. Ein Experiment, auf das wir gespannt sein dürfen.

Hallo Welt! – Ob Lehrender oder Studierender: Wir brauchen eure Produktionen in genau 3 Minuten. Denkt laut, steht auf, provoziert, stoßt an, redet, zeigt etwas, fragt, regt euch auf, klagt an, lobt oder macht irgendetwas. Alle Medien sind möglich. Wir bieten: einen Tisch, einen Stuhl, etwas Technik und ein Publikum.
Auftakt: Projektvorstellung »Zwischen Menschen« von Alrun Krauß mit dem Kurzfilm »Zwischen Menschen. Über Wendungen einer Idee«


10. Mai um 18.30 Uhr im Flur der August-Bebel-Straße 20

(Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden)

Informelle Anmeldungen für Beiträge (Name/E-Mail/Medien) über den Briefkasten des Offenen Bücherregals oder per E-Mail.
www.flurgespraeche.wordpress.com

Kontakt: flurgespraeche@gmail.com

Taggen lässt sich »Hallo Welt!« großartig, wie sich oben unschwer erkennen lässt. Und vielen Usern ist »Hello World!« von der Ersteinrichtung eines Blogs bekannt. Damit verknüpft ist die Hallo-Welt-Thematik auch in der Programmiersprache wiederzufinden: »Ein Hallo-Welt-Programm ist ein kleines Computerprogramm und soll auf möglichst einfache Weise zeigen, welche Anweisungen oder Bestandteile für ein vollständiges Programm in einer Programmiersprache benötigt werden und somit einen ersten Einblick in die Syntax geben. Aufgabe des Programms ist, den Text Hallo Welt! oder auf Englisch Hello World! auszugeben. Wegen der einfachen Aufgabenstellung eignen sich solche Programme insbesondere für didaktische Zwecke.«
(http://de.wikipedia.org/wiki/Hallo-Welt-Programm)

The Missing Link?

Kunstpädagogik studierenKunst unterrichten
Zur Podiumsdiskussion vom 12.01.2011

[…]
The Missing Link?
Aus der Evolutionsbiologie stammend kennzeichnet der Ausdruck ›missing link‹ ein fehlendes Bindeglied in einer Kette, sozusagen einen Informationsverlust zwischen A und B. Bezogen auf die Kunstpädagogik kann der ›missing link‹ aber auch als »Leerstelle« bezeichnet werden, »bzw. als nicht gegebene Anschlussfähigkeit der Fachpraxis an die fachdidaktische Theorie, bzw. der Fachtheorie an die unterrichtliche Praxis.« (Helga Kämpf-Jansen: Zum ›missing link‹ der Kunstpädagogik. In: Manfred Blohm (Hrsg.): Kurze Texte zur Kunstpädagogik. Flensburg 2008, S. 101-106, S. 102) Dass Theorie und Praxis in Ausbildung und Beruf gemeinsame Sache machen müssen, wird im Streit der Hoheitsgebiete häufig vernachlässigt. Denn »ein hierarchisch strukturiertes Verständnis von denen da ›oben‹ (z.B. an den Universitäten), die keine Ahnung haben vom pragmatischen Schulalltag hier ›unten‹ an der Basis, wischt jede notwendige Auseinandersetzung beiseite.« (Kämpf-Jansen, S. 105)
[…]

Der Bericht ist auf dem Blog der FLURGESPRÄCHE zu finden.

coming soon: Flurgespräche_6

The Missing Link

Podiumsdiskussion

Experten aus Schule, Referendariat und Universität diskutieren die Frage „Was muss ein Kunstlehrer können?“. Ziel ist es, Schule und Universität stärker zu vernetzen und gegenseitig Anforderungen und Wünsche zu kommunizieren.

Podium:

Heinz Ferbert
Seminarleiter Kunst

Anne Heike Hertrampf
Fachberaterin im Fach Kunst, Gymnasium Luisenstift, Radebeul

Dr. Petra Resch
Wiss. Mitarbeiterin Kunstpädagogik TU Dresden

Cindy Wünsche
Referendarin, Dreikönigsgymnasium, Dresden

Moderation:

Ralf Seifert
Referent für Kulturelle Bildung, Staatsministerium für Kultus und Sport


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