Archiv für Januar 2010

Wohin mit dem Kanon?

Nur im Kanon wird richtig gesungen.
Das geordnete Geschlecht in Werbung und Alltag.

Boy und girl retten die Welt.¹ Im Facebook. Nur ohne das Rezept mit der Frisieranleitung. Wie man rote Lippen schminkt.
»Spüre die Macht der Verführung.« Ein Werbeslogan, der seine Flexibilität in sich findet. Spartenübergreifend einsetzbar scheint die Verführung, das Geheimnis, was jedem anderen, jedem scheinbar neuem Konsumgegenstand auf der Frontseite angeheftet wird, eine Anziehung ausüben zu wollen. Beworben wird, was gehört werden will, was gehört werden soll. Das sanfte Spülmittel für strahlend »weiße« Hände, 30 Prozent weniger Fett bei magerem Schinken, die glückliche Familie von nebenan; für den Vater das eine chemische Duftmittel und das neue Spray für Männer ab 40, für die Mutter das Gegenmittel und auch für die Kinder, was es gerade so gibt. Diktiert der Trend, dann für alle noch ein Öko-Auto mit höchstmöglicher PS-Zahl, ersatzweise im Benzindauerbetrieb.
Leerstellen existieren kaum, so ist die Füllung der Zeilen Dauerzustand. Das Angebot – es scheint groß – bleibt daher determiniert. Etwas wird produziert und die Vermarktung wälzt sich in die passenden Köpfe. Unausweichliche Abhängigkeiten entstehen und beeinflussen. Aber ohne Zweifel ist die Bereitstellung einer Palette an Produkten ökonomischer. Bleibt dann nicht die freie Wahl des eigenen Feldes, so doch wenigstens die Wahlfreiheit zwischen den durchgelegenen Matratzen. Folglich ist die einfache Übernahme vorgegebener Lebens- und Kleidungsstile nicht verwunderlich. Denn anscheinend existieren Klonfabriken, und Uniformen werden zu Folgeerscheinungen. Neben den übermächtigen Denkuniformen gibt es da u.a. noch Körper-, Kleidungs-, Spiegel- und Konservenuniformen.

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Sonntags zwischen vier und sechs.

Mit Hilfe von Pril und Ata die Stadt kartieren. Ästhetische Forschung im öffentlichen Raum. Der Kurzfilm »Zwischen Vier und Sechs« von Corinna Schnitt auf Arte+7.

Orientierung Kunstpädagogik

Wohin führt das? Als eine Art Nachtrag zur erhofften »Orientierung Kunstpädagogik« des letzten BDK-Bundekongresses kann diese Übersicht kunstpädadgogischer und bilddidaktischer Positionen angesehen werden. Oder anders gefragt: »Wo kommen wir dahin?«

Kommentare und Beiträge zum BDK-Bundeskongress 2009 u.a.: Torsten Meyer Blog, BDK Baden Württemberg.

RECORD > AGAIN! 40JAHREVIDEOKUNST.DE

Record > Again! Teil 2 vom 29. November 2009 bis 14. Februar 2010 im Kunsthaus Dresden.


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